22.1. Islamische Kunst

Im Koran heißt es:

Wir haben den untersten Himmel wahrlich mit Leuchten geschmückt. (67:5)
Gott ist schön und liebt die Schönheit. (Sammlung Muslim)

Der Islam betont stets die Wichtigkeit, ein Gleichgewicht zwischen Körper und Geist zu schaffen und zu bewahren. Er lehrt Mäßigung und Bescheidenheit in allen Dingen, fördert die natürlichen Begabungen und bemüht sich, den Menschen zu einem harmonischen Ganzen zu erziehen. Dabei spielt die Kunst eine große Rolle, denn die Liebe zu den schönen Künsten ist dem Menschen angeboren.

Auch im Bereich der Kunst haben Muslime große Leistungen erbracht. Eine traditionelle Kunstform ist z.B. die Kalligraphie. Diese Disziplin entstand durch die Notwendigkeit, den Koran abzuschreiben und so zu vervielfältigen. Schrift wurde so zu einem Kunstwerk.

Der Koran ermuntert den Menschen zum Bau von Moscheen (24:36). Die Süleymaniye-Moschee und die Blaue Moschee in Istanbul, das Grabmal Tadsch Mahal in Agra (Indien), der Palast der Alhambra in Granada, der Felsendom in Jerusalem und andere Baudenkmäler beweisen, welch großartigen Beitrag die Muslime zur Architektur geleistet haben.

Schon in der vorislamischen Zeit war die Dichtkunst unter den Arabern weit verbreitet. Der Islam hat dieser Kunst eine ganz neue Dimension verliehen.



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