Wünsche und Neigungen

Zuerst wollen wir unsere Wünsche und Neigungen betrachten. Können sie wirklich eine gute Leitung für die Menschheit sein?
Obwohl sie die Hauptquelle menschlicher Handlungen und Motivationen sind, kann das Verlangen wegen der allen Menschen gemeinsamen Schwächen niemals als sicherer und verläßlicher Wegweiser in Betracht kommen. Im Gegenteil diente es oft dazu, den Verstand irrezuführen und jede rationale Annäherung zu verschleiern. Auch wenn es noch so sehr unter Kontrolle und Zucht gehalten werden muß, führt es fast immer auf dieselbe Weise in die Irre. Denn es ist sein natürlicher Drang, nicht gerecht zu entscheiden, sondern so, daß das Ziel möglichst schnell und leicht erreicht wird. Das ist eine angeborene Schwäche des menschlichen „Verlangens“. Ob es daher die Wünsche eines Individuums sind, die einer Gruppe oder der „Gemeinwille“, wie Rousseau ihn verstand – auf jeden Fall ist kein menschliches Wünschen, welcher Art auch immer, in der Lage, ad-Din, die richtige Lebensweise, aufzustellen. Und was die Letzten Fragen im Leben angeht, wie das Wesen des Lebens, sein Ziel und Zweck usw. können unsere Wünsche kaum hilfreich sein.



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